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Historische Fotos der Druckerei Wassermann AG Basel, Vorgeschichte des Pförtnerhauses

Ein kleines Haus mit einer grossen Geschichte

Bevor bei uns der erste Kaffee über den Tresen ging, war das Pförtnerhaus schon vieles: Teil eines Villengartens, Kutscherhaus, Eingang zu einem Gewerbehof. Über 130 Jahre Geschichte an der Hardstrasse 43.

Grossbürgerliche Villa im Gellertquartier in Basel, zu deren Garten das Grundstück des Pförtnerhauses einst gehörte
19. Jahrhundert · Der Anfang

Ein Garten vor den Toren der Stadt

Im 19. Jahrhundert, nach der Schleifung der Basler Stadtmauer, entstehen entlang der St. Alban-Anlage grosszügige Anwesen mit Parkanlagen. Das Grundstück an der Hardstrasse gehört damals zum Garten einer grossbürgerlichen Villa, die noch heute nördlich des Areals steht.

Pförtnerhaus mit der alten Baumgruppe an der Hardstrasse in Basel, von der Strasse aus gesehen
1890 bis 1895 · Der Name

Vom Kutscherhaus zum Pförtnerhaus

Zwischen 1890 und 1895 entstand unser Haus als Kutscherhaus für den Villengarten. Später bildete es den Zugang zu den Gewerbebauten, die nach und nach den Villengarten ablösten: Wer aufs Areal wollte, kam am Pförtnerhaus vorbei. Daher der Name. Heute ist es das einzige erhaltene Gebäude aus dieser Zeit und zusammen mit der alten Baumgruppe noch immer die Adresse zur Strasse.

Ab den 1930ern · Der Gewerbehof

Die Plakat-Jahre

Ab den 1930er-Jahren wurde das Areal gewerblich genutzt. Ab 1955 druckte hier die Wassermann AG, nach ihr nutzte die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) das Areal, mit Sitz an der Hardstrasse 43. Die fein gewellten Aluminiumfassaden der neuen Wohnhäuser auf dem Areal erinnern an die Plakatträger von damals.

Neubauten der Überbauung Living Frames in Basel mit gewellten Aluminiumfassaden
2016 bis 2023 · Living Frames

Ein neues Kapitel: Living Frames

2016 erwarb die ECOREAL Schweizerische Immobilien Anlagestiftung das Areal und beauftragte die Basler Architekten Miller & Maranta mit der Entwicklung. Die alten Shedhallen wurden zu Wohnateliers, drei neue Wohnhäuser kamen dazu, insgesamt 67 Wohnungen und Ateliers. Das Pförtnerhaus wurde 2022 bis 2023 saniert. 2022 war Living Frames Teil von Open House Basel und wurde von Architektur Basel in die Top 10 des Jahrgangs gewählt.

Das Pförtnerhaus nach dem Umbau, frisch renovierte Fassade im Abendlicht
Substanz bleibt sichtbar

Die alten Balken bleiben

Beim Umbau haben wir die alten Balken, die Wendeltreppe und die hohen Decken im Galerie-Raum erhalten. Sie prägen das Pförtnerhaus bis heute, zusammen mit einem Croffle-Eisen: heimelig trifft innovativ.

Galeriebild aus dem Pförtnerhaus-Archiv
Abend-Apéro im Garten der Café-Bar Pförtnerhaus, Fassade mit Lichterkette und Gästen
Seit Juli 2023 · Heute

Und heute? La vie en rose.

Mitte Juli 2023 haben Diana und Michel das Pförtnerhaus eröffnet. Die Idee entstand fast nebenbei: Eigentlich suchte Mind Studios, die Agentur von Michel Gysin und Daniela Kleck, neue Büroräume. Das Pförtnerhaus gefiel sofort, war fürs Büro allein aber zu gross. So wurde aus dem Platz zu viel eine Café Bar, ein Ort, wo die Freude am Genuss und am unbeschwerten Zusammensein gefeiert wird.

Heute steht das Pförtnerhaus allen offen.

Zeitstrahl

Die Geschichte im Überblick

19. Jahrhundert

Das Grundstück ist der Garten einer grossbürgerlichen Villa im jungen Gellertquartier.

1890 bis 1895

Das Pförtnerhaus entsteht als Kutscherhaus für den Villengarten.

Ab 1930er

Hallen und Werkstätten verändern das Grundstück, das Pförtnerhaus wird zum Zugang des Gewerbeareals.

Ab 1955

Die Wassermann AG druckt auf dem Areal, nach ihr nutzt die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) das Areal als Sitz.

2016

ECOREAL erwirbt das Areal, Miller & Maranta entwickeln die Überbauung Living Frames.

2022 bis 2023

Sanierung des Pförtnerhauses, Fertigstellung von Living Frames.

Juli 2023

Diana und Michel eröffnen die Café Bar Pförtnerhaus.

Gut zu wissen

Fragen zur Geschichte

Wie alt ist das Pförtnerhaus in Basel?

Das Pförtnerhaus an der Hardstrasse 43 wurde zwischen 1890 und 1895 als Kutscherhaus gebaut und ist damit über 130 Jahre alt. Später bildete es den Zugang zum Gewerbeareal.

Warum heisst es Pförtnerhaus?

Das Haus bildete den Zugang zum ehemaligen Gewerbeareal an der Hardstrasse: Wer aufs Gelände wollte, kam am kleinen Haus am Eingang vorbei, wie bei einer Pförtnerloge.

Was ist Living Frames?

Living Frames ist die Wohnüberbauung rund um das Pförtnerhaus, entworfen von den Basler Architekten Miller & Maranta für die ECOREAL. Sie umfasst 67 Wohnungen und Wohnateliers und wurde 2022/2023 fertiggestellt.

Seit wann gibt es die Café Bar Pförtnerhaus?

Diana und Michel Gysin eröffneten die Café Bar Pförtnerhaus im Juli 2023.

Fortsetzung folgt, täglich

Komm vorbei und schau selbst

Am schönsten erzählt das Haus seine Geschichte bei einem Kaffee oder einem Glas Wein. Wer heute dahintersteht, siehst du auf der Team-Seite.

Vom 25. November bis 23. Dezember begleitet dich unser kleiner Pförtnerwichtel im Zauberhof durch die Geschichte des Hauses und des Areals.